top of page
SUB_2.jpg

Das Festival

Vom Juni in den April gerückt, erlebt Vienna meets Prague heuer seine siebte Auflage und lädt erneut zu einer Begegnung mit unterschiedlichen Facetten der tschechischen Kultur.

 

Fester Bestandteil des Festivals ist seit der ersten Auflage die Kooperation mit dem Národní filmový archiv (NFA) in Prag. Auch in diesem Jahr gibt es Klassiker des tschech(oslowak)ischen Kinos wieder zu entdecken: zwei der bekanntesten Werke des ungemein produktiven Otakar Vávra, der mehr als fünf Jahrzehnte lang wirkte und als Regisseur ein Faible für die großen Stoffe der tschechischen Literatur und Geschichte hatte. Wir zeigen Krakatit (1948), basierend auf der gleichnamigen Science-Fiction-Story von Karel Čapek, und Hexenjagd aus dem Jahr 1969, der auf Ereignissen im Böhmen des 17. Jahrhunderts beruht, aber Parallelen zu zeitgenössischen Schauprozessen evoziert. Überhaupt frappieren beide Filmgeschichten mit ihrer Aktualität auch im heutigen Kontext, was jedoch kaum eigens betont werden muss, weil gerade das ihren Rang als Meisterwerke ausmacht.
 

Steht das Kino am Ende des Festivals, so beginnt es wie schon in früheren Jahren mit einem Konzert in der Botschaft der Tschechischen Republik in Wien. Vanda Šabaková und Luděk Šabaka (Vater und Tochter) spielen ein Programm für Harfe und Klavier, das Werke vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart präsentieren wird. Eine besonders schöne Koinzidenz ist, dass erneut ein Stück des zeitgenössischen Komponisten Pavel Trojan gegeben wird, dessen Viennese Counterpoint schon im letzten Jahr einen Konzerthöhepunkt bildete.

 

Und dann gibt es zwei Festivaltage mit Literatur – mit Poesie, Musik, Geräuschen, Bildern, Filmen und Performances. Es ist großartig, dass dafür mit Anna Luňáková, Pavel Novotný und Jaromír Typlt drei Autor:innen zugesagt haben, die sehr unterschiedliche Texte schreiben, aber sich ähneln in ihrer Vorliebe und Begeisterung für die Performance-Kunst. Ihre Literatur besticht auch gedruckt – und wurde vielfach prämiert, ausgezeichnet, rezensiert und gelobt. Aber dann ist es nochmal eine eigene Sache, das poetische Wort zu lesen, zu deklamieren und zu zelebrieren. Das tun sie alle auf ihre eigene, unnachahmliche Weise, und ich freue mich über die neuen Texte, die sie mit ihren Übersetzerinnen vortragen. Vieles davon wird zum ersten Mal auf Deutsch vorgestellt, und auch Kurt Schwitters' Ursonate in der Fassung von Typlt/Novotný wird zum ersten Mal in Wien gegeben.

 

Mein Dank gilt unseren Partnerinstitutionen, ohne deren Mitwirken all das nicht möglich wäre. Damit wünsche ich schöne Momente und bereichernde Erfahrungen bei diesem Festival, das Wien und Prag (noch) näher zusammenrücken lässt.

Ludger Hagedorn

Festivalkurator & IWM Permanent Fellow 

  • Facebook
  • Instagram
VMP Logo (Rot)

© 2026 Vienna meets Prague, Design by Voala

bottom of page