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17              JUNI
2021

TSCHECHISCHE BOTSCHAFT IN WIEN

Penzingerstraße 11-13
1140 Wien

TAG DER TSCHECHISCHEN KULTUR

17H00 EINLASS

 

18H00 FILM


Perličky na dně / Perlen auf dem Meeresgrund

Regie: Jiří Menzel, Jan Němec, Evald Schorm, Věra  Chytilová und Jaromil Jireš

Österreichische Erstaufführung in einer neuen restaurierten Fassung in Kooperation mit dem Národní filmový archiv

Tschechische Originalversion mit englischen Untertiteln

20H00 MUSIK


Václav Fuksa, Gitarre & Vocals

 

" When Vienna meets Prague ..." Projektion der Konzeptkünstlerin Jana Kasalová

"Jenseits der Grenzen" Fotografieausstellung Petr Foltyn 

Eintritt frei mit verpflichtender Voranmeldung!

Zugang zu allen Veranstaltungen nur mit negativem Coronatest, Impfpass oder Nachweis der Genesung!

Derzeit ist unsere Veranstaltung leider bereits ausgebucht. Aufgrund von geplanten Änderungen der Bestimmungen der Bundesregierung, besteht allerdings die Möglichkeit, dass wir ggf. doch mehr Gäste empfangen können. Bitte tragen Sie sich in unsere Warteliste ein.

Anmeldung per Mail an: office@viennameetsprague.com

oder hier:

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Anlässlich des jährlichen Festivals „Vienna meets Prague“ öffnet die tschechische Botschaft in Wien ihre Türen für eine Begegnung mit tschechischer Kultur, Kunst und Design.  Die großzügigen Räumlichkeiten des Palais Cumberland in der Penzingerstraße, mit eigenem Kinosaal und weitläufiger Gartenanlage, laden  Besucher*innen mit verschiedenen Veranstaltungsformaten zum Verweilen ein.  Neben dem  Hauptprogrammpunkten präsentiert das Kulturfestival tschechisches Design und hat in der  „Travel & Culture Lounge“ viele Geheimtipps für den nächsten Tschechienaufenthalt parat.

Im Kino der Botschaft wird in Kooperation mit dem Národní filmový archiv die österreichische Erstaufführung des Episodenfilms „Perličky na dně / Perlen auf dem Meeresgrund“ in einer neuen restaurierten Fassung gezeigt. Der Film basiert auf Bohumil Hrabals erstem Erzählband von 1963 und ist voll von Absurditäten des Alltags. Die bedeutenden tschechischen Regiseur*innen Jiří Menzel, Jan Němec, Evald Schorm, Věra  Chytilová und Jaromil Jireš—damals zum Teil noch Studierende an der Prager Filmhochschule FAMU—machten ihn zum filmischen Manifest der tschechischen neuen Welle. Hrabal selbst ist als Darsteller in Nebenrollen zu sehen.

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Der Gitarrist und Singer/Songwriter Václav Fuksa, geboren 1987 in Karlsbad, entdeckte seine Liebe zur klassischen Musik und zur Gitarre bereits in frühen Jahren. Vor 15 Jahren kam er nach Wien, um klassische Gitarre an der Universität für Musik und darstellende Kunst zu studieren. Seit seinem Studienabschluss arbeitete er als freischaffender Musiker und Gitarrenlehrer. Obwohl er als Interpret auf klassischen Konzertpodien zuhause ist, suchte Václav Fuksa auch stets nach neuen kreativen Schaffensprozessen. 2017 stieß er auf František Sušils Sammlung traditioneller tschechischer und mährischer Volks-lieder aus dem Jahr 1835. Diese waren größtenteils in Verges-senheit geraten. Er begann das einfache aber zugleich außergewöhnliche Liedgut in seine eigene musikalische Sprache zu übersetzen. Jedes Lied ist für mich wie eine Wasserquelle, ein Zeugnis unserer Vorfahren, die aus dem tiefsten Inneren kommt. Trotzdem so zugänglich, lebendig und erfrischend! - Václav Fuksa Das Arrangieren und Interpretieren dieser Lieder beschäftigte in mehrere Jahre. 2020 erschien sein Debütalbum „Prameny“ – zu Deutsch „Quellen“.

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In den Räumlichkeiten der Botschaft zeigen wir eine Projektion der Konzeptkünstlerin Jana Kasalová sowie eine Ausstellung "Jenseits der Grenzen" des Fotografen Petr Foltyn

Jana Kasalová (1974, in Turnov) ist Absolventin des Ateliers von Jiří Načeradský an der FaVU in Brno sowie eines Postgraduiertenstudiums der Universität Kastilien-La Mancha. Während ihres Studiums absolvierte sie ein Praktikum bei Vanessa Jackson. Gelebt und gearbeitet hat sie unter anderem in London, Paris und New York. Sie ist stark in italienischen und spanischen Sammlungen vertreten. Seit 2005 ist sie in Prag ansässig und künstlerisch tätig. Sie interessiert sich für die Topographie von Land, Emotionen sowie des menschlichen Körpers, wobei sie alles als ein gegenseitig bedingtes und miteinander verbundenes Ganzes begreift. Landkarten sind für sie wohl zur grundlegenden Ausdrucksform geworden, nichtsdestoweniger ist aber das Thema, mit dem sie sich in Wirklichkeit befasst, vor allem das der Archäologie des Gedächtnisses – gemeint ist seine Schichtung, Veränderbarkeit, Selektivität, Manipulation und Zerstörung.

In der Serie „Jenseits der Grenze“ portraitiere ich Menschen, die im Zeitraum 1946–1989 aus der damaligen Tschechoslowakei nach Österreich ausgewandert sind. Ich frage mich, wie meine Landsleute nach und nach mit der lokalen Sprache und mit der anderen Mentalität vertraut wurden. Wie sie sich mit den Einheimischen anfreundeten und mit welchen unterschiedlichen Mitteln sie schließlich ihr „zweites“ Zuhause aufbauten. Ich selbst bin vor einigen Jahren nach Wien gezogen. Leute zu treffen lehrt mich, mit dem Leben in einem anderen Land umzugehen.