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19              JUNI
2021

15H30 CAFÉ WESTEND

Mariahilferstraße 128
1070 Wien

MEMORY MAP

JANA KASALOVÁ

 

ARTIST TALK

Jana Kasalová
im Gespräch mit Tereza Chaloupková

In tschechischer Sprache mit deutscher Übersetzung.

Nella Nitrová, Dolmetscherin

Eintritt frei mit verpflichtender Voranmeldung!

Zugang zu allen Veranstaltungen nur mit negativem Coronatest, Impfpass oder Nachweis der Genesung!

Anmeldung per Mail an: office@viennameetsprague.com

oder hier:

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Jana Kasalová zählt zu einer jüngeren Generation tschechischer Künstler*innen, die Menschen dazu ermutigen möchte, sich aufgeschlossen mit Themen zu befassen, die oft jenseits des Zentrums allgemeiner Aufmerksamkeit stehen. Mit ihren künstlerischen Arbeiten ist sie stets auf der Suche nach Orientierung in Raum und Zeit. In ihren kartographischen Projekten arbeitet sie mit Landkarten als Erinnerungsträgern. Orte und Erinnerungen existieren auf Landkarten, aber eben auch außerhalb von ihnen. Zu diesem Thema entstanden mehrere Ausstellungen und auch interaktive Workshops. Im Rahmen ihres neuen Projekt „Memory Map Wien“, anlässlich ihrer Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Wien 2021, kann man über eine öffentlich zugängliche Onlineplattform persönliche Erinnerungen im Stadtbild von Wien positionieren. So entsteht eine interaktive Erinnerungskarte, die den Stadtplan mit den Geschichten seiner Bewohner*innen und Besucher*innen belebt.

 

Im Künstler*innengespräch im Rahmen des Festivals erzählt Jana Kasalová über die Hintergründe ihrer Arbeit in Wien, eine Stadt, die durch ihre besondere Geschichte immer schon Ort der Erinnerungen von Menschen verschiedener Nationalitäten war, besonders auch der tschechischen. Im Rahmen eines offenen und interaktiven Gesprächsformats kann das Publikum eigene Erinnerungen teilen. Zum Beispiel, wo einem tschechische Kultur in Wien zum ersten Mal bewusst begegnet ist oder wo man seinen tschechischen Verwandten zum ersten Mal begegnet ist, als diese 1989 legal nach Wien kommen konnten.

Jana Kasalová (1974, in Turnov) ist Konzeptkünstlerin und Absolventin des Ateliers von Jiří Načeradský an der FaVU in Brno sowie eines Postgraduiertenstudiums der Universität Kastilien-La Mancha. Während ihres Studiums absolvierte sie ein Praktikum bei Vanessa Jackson. Gelebt und gearbeitet hat sie unter anderem in London, Paris und New York. Sie ist stark in italienischen und spanischen Sammlungen vertreten. Seit 2005 ist sie in Prag ansässig und künstlerisch tätig. Sie interessiert sich für die Topographie von Land, Emotionen sowie des menschlichen Körpers, wobei sie alles als ein gegenseitig bedingtes und miteinander verbundenes Ganzes begreift. Landkarten sind für sie wohl zur grundlegenden Ausdrucksform geworden, nichtsdestoweniger ist aber das Thema, mit dem sie sich in Wirklichkeit befasst, vor allem das der Archäologie des Gedächtnisses – gemeint ist seine Schichtung, Veränderbarkeit, Selektivität, Manipulation und Zerstörung.

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